Amazon erhöhte die Preise von vier Geräteserien ohne Ankündigung
Amazon hat im August 2026 still die Preise seiner eigenen Geräteserie angehoben, ohne jede öffentliche Ankündigung, Pressemitteilung oder Produktaktualisierung, die die Erhöhung erklärt. Fortune berichtete am 21. August 2026 exklusiv über die Preisänderungen, und die Geschichte wurde innerhalb eines Tages von Digital Trends, Yahoo Finance und UA.News sowie Pocket-lint bestätigt, die alle dasselbe Muster im gesamten Eigenmarken-Hardware-Katalog von Amazon feststellten.
Amazons eigene Erklärung verwies auf "erhebliche Steigerungen" bei den Kosten für Speicher- und Datenspeicherkomponenten in seinen Geräten. Das Unternehmen nannte weder die betroffenen Chips noch die Zulieferer, und es verknüpfte die Preisänderungen mit keiner neuen Funktion, keiner überarbeiteten Spezifikation und keiner Hardware-Auffrischung. Echo Dot, Kindle, Fire TV Stick 4K Max und eero 7 wurden in den Wochen vor der Preisänderung allesamt unverändert ausgeliefert.
Vier Preispunkte, ein Muster: alter Preis gegen neuen Preis
Die vier bestätigten Preisänderungen folgen demselben Muster: ein stabiles, bereits ausgeliefertes Produkt erhielt eine zweistellige prozentuale Erhöhung, ohne dass eine einzige neue Funktion hinzukam. Anders als bei einem Flaggschiff-Start, der seinen Preis zusammen mit einem schnelleren Chip oder einem neuen Gehäuse anhebt, ist jedes Gerät in dieser Liste genau dieselbe Hardware wie in der Woche zuvor, nur teurer.
| Gerät | Alter Preis | Neuer Preis | Erhöhung |
|---|---|---|---|
| Echo Dot | 49,99 $ | 79,99 $ | 60 Prozent |
| Kindle (16 GB) | 109,99 $ | 149,99 $ | 36 Prozent |
| Fire TV Stick 4K Max | 59,99 $ | 84,99 $ | 42 Prozent |
| eero 7 | 349,99 $ | 399,99 $ | 14 Prozent |
Der Sprung von 60 Prozent beim Echo Dot ist der steilste der vier und macht Amazons günstigsten Smart-Speaker vom Spontankauf zur überlegten Anschaffung. Fortune und Digital Trends berichteten beide, dass weitere Modelle derselben Produktfamilien vergleichbare Erhöhungen tragen, auch wenn die vier oben genannten Geräte die von allen vier Quellen bestätigten Preise sind.
Derselbe Speichermangel hinter den Preiserhöhungen bei Pixel, Xbox und Galaxy Watch
Amazon steht mit diesem Problem nicht allein da; derselbe DRAM- und NAND-Speicherkostenschock hat bereits die Preise für Google-Pixel-Telefone, Samsungs Galaxy Watch und Microsofts Xbox-Reihe erhöht und eine Verzögerung bei Sonys PS6 erzwungen, dazu eine Preiserhöhung bei Fairphone, alles im selben Monat. Jede dieser Preisbewegungen lässt sich auf denselben weltweiten Speichermangel zurückführen, der sich 2026 durch die Elektronik-Lieferkette zieht.
Was Amazons Schritt von den meisten anderen unterscheidet, ist der Zeitpunkt im Produktzyklus. Ein neues Telefon oder eine neue Konsole, die zu einem höheren Preis startet, kann auf bessere technische Daten verweisen, um die Zahl zu rechtfertigen. Echo, Kindle, Fire TV und eero stehen mitten im Zyklus: kein neuer Chip, kein neuer Bildschirm, kein neues Funkmodul, nur ein Posten für Speicherkosten, der direkt an die Kundschaft weitergereicht wird, auf Hardware, die sich nicht verändert hat.
Was Käufer und kleine Unternehmen in der EU und Großbritannien jetzt tun sollten
Haushalte und kleine Unternehmen in der EU und Großbritannien, die Echo, Kindle, Fire TV und eero in größeren Mengen kaufen, stehen jetzt vor einer klaren Entscheidung: vor der nächsten Erhöhungsrunde kaufen oder später mehr bezahlen. Zu aktuellen Wechselkursen entsprechen die neuen Preise etwa 46 bis 74 Euro für den Echo Dot und rund 370 Euro für den eero 7, wobei Einzelhandelspreise in Großbritannien und der EU wegen lokaler Preisgestaltung und Mehrwertsteuer oft über einer reinen Währungsumrechnung liegen.
Unternehmen, die diese Geräte im großen Stil einsetzen, etwa Smart-Office-Sprechanlagen, mit Echo und eero ausgestattete Ferienwohnungen für Gäste oder Fire-TV-Stick-Werbebildschirme im Einzelhandel, spüren eine solche Preiserhöhung vervielfacht über Dutzende oder Hunderte Geräte. Amazon, Google, Samsung, Microsoft und Fairphone haben nun jeweils mindestens eine stabile Produktlinie in diesem Monat teurer gemacht, und der Druck durch die Speicherkosten lässt nicht nach, was aus der Frage, welche "langweilige" Kategorie als nächstes neu bepreist wird, eine Frage des Wann statt des Ob macht.
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