Kartellamt zwingt Apple zu neuer Tracking-Abfrage
Das Bundeskartellamt hat sein vierjähriges Verfahren gegen Apples Tracking-Framework mit bindenden Zusagen beendet. Apple muss die iOS-Zustimmungsabfrage innerhalb von vier Monaten neu gestalten.
Das Bundeskartellamt hat sein vierjähriges Verfahren gegen Apples Tracking-Framework mit bindenden Zusagen beendet. Apple muss die iOS-Zustimmungsabfrage innerhalb von vier Monaten neu gestalten.

Apple senkt die EU-Core-Technology-Fee auf eine pauschale Provision von 5 Prozent, gültig ab 1. Oktober 2026. Was sich ändert, warum es wichtig ist und was EU-App-Unternehmen jetzt tun sollten.

Apple hat am 18. August 2026 seinen dreijährigen Gebührenstreit mit Brüssel beendet. Ab dem 1. Oktober zahlt jeder EU-App-Anbieter einen von drei Festsätzen statt des alten Gebühren-Dschungels. Das sollten Sie vor der Frist neu durchrechnen.

Google zahlte 10 Millionen Dollar in der Insolvenz von Spirit Airlines für 100 Millionen Mitarbeiter-E-Mails und Personalakten. Die Passagierdaten waren geschützt. Die Mitarbeiterdaten nicht - unter der DSGVO wäre diese Lücke kleiner.

Deutschlands Kartellbehörde entschied, dass Apples eigener Tracking-Consent-Prompt günstiger gestaltet war als der, den andere Apps zeigen müssen. Apple hat vier Monate Zeit, EU-weit.

Die EU-Reparaturrichtlinie wurde am 31. Juli 2026 anwendbar, doch es gibt keinen einzigen Text, den man einhalten muss: 27 eigenständige nationale Gesetze tragen sie, Kroatien, Litauen, die Slowakei und Finnland waren frühzeitig registriert, Deutschland brachte seine eigene Fassung erst fünf Wochen vor der Frist durch. Ob ein Unternehmen wirklich 'EU-konform' repariert, hängt davon ab, welches der 27 Gesetze tatsächlich dahintersteht.

Der französische Verfassungsrat kippte am 14. August 2026 das Social-Media-Verbot für Unter-15-Jährige und nannte zwei konkrete, behebbare Mängel. Frankreich testet zugleich die eigene datenschutzfreundliche Altersverifizierungs-App der EU, die genau die vom Gericht bemängelte Lücke schließen soll.

Brüssel genehmigte PIFs 55-Milliarden-Dollar-Übernahme von Electronic Arts zunächst fusionsrechtlich und acht Tage später nach der Außensubventionsverordnung. Keine der beiden Entscheidungen erwähnt, dass PIF bereits den führenden Esports-Turnierveranstalter der Welt besitzt.

Der britische Supreme Court entschied am 27. Juli mit 3 zu 2 Stimmen, dass Bahrain sich für einen FinSpy-Hack von 2011 gegen Londoner Aktivisten nicht auf Staatenimmunität berufen kann. Die Spyware selbst stammt von einem britischen Unternehmen.

Der oberste EU-Gerichtshof hat entschieden: Geoblocking muss nur dem Stand der Technik entsprechen, nicht VPN-sicher sein. Verhandelt wurde das am Beispiel von Anne Franks Tagebuch. Die Folge ist eine Compliance-Latte, die sich ständig weiterbewegt.

Das Urteil des UK Supreme Court vom 27. Juli in Tesla gegen InterDigital belebte eine FRAND-Klage gegen Patentpool-Preise neu. Der eigentliche Präzedenzfall reicht weit über Autohersteller hinaus.

Das Berufungsgericht erlaubt Facebook-Nutzern Schadenersatz ohne Nachweis eines finanziellen Schadens. Die Begründung betrifft jede UK-Plattform mit unverhandelten Datenbedingungen.
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Eine überlegte Notiz zu Infrastruktur, Governance und Messbarkeit, fast jeden Morgen. Keine Theorie.