Was Europäer tatsächlich zahlen
Apples neueste Hardware trägt die höchsten europäischen Preisschilder bisher, und genau die KI-Funktion, die einen Teil dieses Aufpreises rechtfertigen soll, fehlt in der Region komplett. Das iPhone Duo, Apples erstes Falt-iPhone, startet in Deutschland bei 2.299 EUR und in Österreich bei 2.319 EUR für das Basismodell mit 256 GB, verglichen mit 1.999 USD in den USA, und das reguläre iPhone 18 Pro beginnt in Deutschland bei 1.449 EUR, 150 EUR mehr als beim Vorgängermodell.
| iPhone Duo, 256 GB | 2.299 EUR Deutschland / 2.319 EUR Österreich / 1.999 USD USA |
|---|---|
| iPhone Duo, größter Speicher (2 TB) | 3.799 EUR Deutschland / 3.819 EUR Österreich / 3.199 USD USA |
| iPhone 18 Pro, Einstiegspreis | 1.449 EUR Deutschland, 150 EUR mehr als im Vorjahr |
| Siri AI auf dem iPhone, EU | Nicht verfügbar, kein angekündigter Termin |
| Siri AI auf dem iPhone, USA | Verfügbar zum Marktstart |
Vorbestellungen für das iPhone Duo starten am 16. Oktober, ausgeliefert wird ab dem 23. Oktober in der ersten Ländergruppe, 28 weitere Länder folgen am 30. Oktober. Jeder europäische Käufer bekommt dabei ein Gerät mit iOS 27, aber ohne das überarbeitete, leistungsfähigere Siri AI, das in derselben Woche in den USA startet.
Warum Siris KI-Überarbeitung nicht auf EU-iPhones kommt
Apples eigene Darstellung, veröffentlicht in einer Mitteilung vom 8. Juni, ist konkret: Die Auslegung des Digital Markets Act durch EU-Regulierer zwinge Apple dazu, jedem Drittanbieter-Assistenten nahezu unbegrenzten Gerätezugriff zu gewähren, einschließlich Lesen und Versenden von Nachrichten, Tätigen von Käufen und appübergreifendem Handeln, ohne die Schutzmechanismen, die Apple nach eigener Aussage anderswo bietet. Craig Federighi, Apples Senior Vice President für Software Engineering, sagte, das Unternehmen sei zutiefst enttäuscht, dass EU-Nutzer beim Erscheinen der neuen Software kein Siri AI auf iPhone oder iPad bekommen.
Apple schlug eine Alternative vor, einen Trusted System Agent, der anderen Assistenten unter strengeren Kontrollen Zugriff auf dieselben Fähigkeiten wie Siri AI geben sollte, gestaffelt über 18 Monate. Die EU-Kommission lehnte diesen Plan zusammen mit Apples anderen Vorschlägen ab; Berichten zufolge beschrieben Kommissionsvertreter den Kontakt zu Apple in dieser Sache als begrenzt und ohne einen konkreten, umsetzbaren Vorschlag, eine Darstellung, die nicht ganz zu Apples eigener Version eines abgelehnten, fertigen Angebots passt. Beide Seiten sind sich beim Ergebnis einig, nicht darüber, wer es eigentlich blockiert.
Was das für Käufer und Unternehmen in Europa bedeutet
Ein Unternehmen, das Mitarbeitende in der EU mit dem neuen iPhone oder iPad ausstattet, sollte den höheren Startpreis einplanen und mit einer echten Funktionslücke rechnen, nicht mit einer vorübergehenden Verzögerung: Apples eigene Mitteilung nennt keinen Termin dafür, wann Siri AI auf EU-iPhones, -iPads oder -Watches kommt. Die eine nützliche Ausnahme ist, dass Siri AI in der EU auf macOS 27 und visionOS 27 verfügbar ist, ein Mac- oder Vision-Pro-Bestand ist also nicht auf dieselbe Weise betroffen wie ein Smartphone-Bestand.
Jeder Arbeitsablauf, den ein europäisches Team rund um das neue Siri AI plant, etwa das Verfassen von Nachrichten oder appübergreifende Aktionen, braucht speziell für iPhone- und iPad-Nutzer eine Ausweichlösung, bis Apple und die Kommission den Streit beilegen, und dafür gibt es derzeit keinen öffentlichen Zeitplan.
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