Das Update sollte die Tür schließen

Microsofts monatliches Sicherheitsupdate im September 2026 brachte einen Fix für CVE-2026-69525, eine Schwachstelle in den Remotedesktopdiensten mit einem CVSS-Wert von 9.8 von 10, ein Wert, der Lücken vorbehalten ist, die ein Fremder im Internet ohne Passwort ausnutzen kann. Ein speziell präparierten Paket an Port 3389 konnte einen Use-after-free-Fehler auslösen und Code mit den Rechten des Dienstes ausführen, ganz ohne Anmeldung.

Administratoren, die das Update planmäßig einspielten, taten genau das, was Sicherheitsteams jeden Monat von ihnen verlangen, die verantwortungsvolle Entscheidung nach jedem üblichen Maßstab.

Dann fing Remotedesktop an, von selbst auszufallen

Innerhalb weniger Stunden nach der Installation von KB5122876 auf Server 2019, KB5122882 auf Server 2022 oder KB5122871 auf Server 2025 begannen die Remotedesktopdienste zu versagen. Verbindungen, die beim Start funktionierten, funktionierten wenige Stunden später nicht mehr. Bestehende Sitzungen liessen sich nicht sauber abmelden. Neue Verbindungsversuche hängten sich auf und liefen schliesslich in ein Timeout, im schlimmsten Fall half nur ein harter Neustart des Servers.

Ein Administrator beschrieb das Muster schlicht: Es funktioniert zunächst, aber nach der ersten Abmeldung stürzt der Dienst ab, und kein weiterer Nutzer kann sich anmelden. Ein Forscher, der dem Fehler nachging, vermutete einen Deadlock zwischen dem Remotedesktop-Prozess und dem Local Session Manager, eine Diagnose, die Microsoft bislang nicht bestätigt hat.

Was wo ausfiel

Windows-Server-VersionUpdateSymptom
Server 2019KB5122876RDS fällt Stunden nach dem Start aus
Server 2022KB5122882Sitzungen hängen beim Abmelden
Server 2025KB5122871Neue Verbindungen laufen in ein Timeout

Microsoft hat bislang nur bestätigt, von den Berichten zu wissen und zu ermitteln. Weder die Ursache noch ein Termin für einen Fix wurden bestätigt.

Warum es wichtig ist

Warum es wichtig ist: Das ist keine abstrakte Debatte über Patch-Management, sondern eine akute Entscheidung für jedes Team, das Windows Server mit erreichbarem Remotedesktop betreibt, und das sind in europäischen und britischen Betrieben mit Remote-Mitarbeitern, externen Dienstleistern oder Filialen die meisten. Wer das Update zurückrollt, öffnet auf denselben Servern erneut eine ohne Zugangsdaten ausnutzbare Lücke mit Schweregrad 9.8. Wer es installiert lässt, riskiert, dass der Fernzugriff selbst, der eigentliche Zweck dieser Server, ohne Vorwarnung ausfällt.

Ja, aber

Ja, aber: Keine der beiden Optionen ist tatsächlich die einzige Wahl. Admins, die sich weder einen vollständigen Rollback noch einen kaputten Fernzugriff leisten können, schränken stattdessen den RDP-Zugriff auf Netzwerkebene ein, indem sie Port 3389 auf ein VPN oder einen Jump-Host beschränken statt auf das offene Internet. So bleibt der Patch installiert, der einfachste Weg zur behobenen Schwachstelle wird versperrt, und es bleibt Zeit für einen offiziellen Fix, ohne auf eines der beiden Ausfallszenarien zu setzen.

Fazit

Fazit: "Sofort alles patchen" und "eine Woche warten, um sicherzugehen" sind hier beide der falsche Reflex, denn die eigentliche Entscheidung dreht sich nicht um Geschwindigkeit, sondern um Angriffsfläche. Testen Sie ein kumulatives Update in einer kleinen Kanarienvogel-Gruppe, bevor es jeden Server erreicht, und schränken Sie den Netzwerkzugriff auf alles ein, was das Update betreffen könnte, damit ein fehlerhafter Patch eine Handvoll Maschinen beeinträchtigt und nicht jede Remotedesktop-Sitzung im Unternehmen gleichzeitig.