Was Sony wirklich angekündigt hat
Sony beendet die Produktion physischer Discs für alle neuen Spiele ab Januar 2028. Der offizielle PlayStation Blog erklärte am 1. Juli 2026, dass neue Titel danach nur noch im PlayStation Store und beim Händler in digitaler Form erhältlich sind.
Alles, was vor Januar 2028 erschienen ist, bleibt unberührt. Bestehende Disc-Sammlungen funktionieren weiter, und Sony rahmt den Schritt als Anpassung an Verbrauchertrends, da die digitale Nachfrage den physischen Verkauf deutlich übertrifft, wie auch Variety berichtet.
GTA 6 war der Auslöser
Grand Theft Auto 6 erzwang den Moment. Rockstar bringt das Spiel auf PlayStation rein digital heraus, ohne Spiel-Disc; die Verpackungen im Regal enthalten einen Download-Code statt des Spiels selbst.
Damit ist GTA 6 der erste große Titel ohne Disc auf PlayStation-Hardware. Wenn der größte Start der Generation ohne Disc erscheint, bricht der wirtschaftliche Sinn einer globalen Pressanlage zusammen, und der Plattform-Betreiber folgt dem Geld.
Die eigentliche Geschichte: das Ende des Eigentums
Das Ende der Disc ist das leise Ende von Eigentum und Gebrauchtmarkt. Eine Disc ist ein übertragbares Gut, das man besitzt; eine digitale Lizenz ist widerrufbarer Zugang, den man mietet, und der Wegfall neuer Discs ab Januar 2028 nimmt den letzten Verbraucher-Hebel aus Wiederverkauf, Verleih und Erhalt.
Deutschland lebt eine starke Sammler- und Gebrauchtkultur über GameStop, rebuy und MediaMarkt, und die Verbraucherzentrale beobachtet die Eigentumsdebatte längst. Wer das physische Objekt entfernt, entfernt den Ausweg des Kunden und den Gebrauchtmarkt, der die eigene Preismacht bisher deckelte.
In Europa prallt genau das aufeinander. Die ungelöste Spannung nach den EuGH-Urteilen UsedSoft und später Tom Kabinet lässt das Recht auf Weiterverkauf eines digitalen Guts offen umstritten, und zusammen mit Kampagnen zur Spielebewahrung ist damit zu rechnen, dass europäische Verbraucherstellen bei Delisting, Rückerstattungen und der Bedeutung von Kaufen nachhaken.
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