Was Kaluza und Hyundai konkret angekündigt haben
Kaluza, die aus Ovo Energy hervorgegangene Plattform für Energie-Intelligenz, hat sich mit der Hyundai Motor Group zusammengetan, um intelligentes Laden direkt in die myHyundai-App und die Kia-App einzubauen.
Die Funktion startet im August 2026 in Großbritannien, Australien folgt als nächster Markt. Statt eine separate App eines Ladehardware-Herstellers herunterzuladen, planen und überwachen Besitzer das Laden künftig in derselben App, mit der sie schon die Reichweite prüfen und den Wagen verriegeln.
Warum die Einbettung in die Auto-App zählt
Die Integration beseitigt eine Reibungsstelle, die intelligentes Laden jahrelang gebremst hat: eine zweite App einer Ladehardware-Marke, die kaum ein Fahrer je einrichtet.
Kaluza-Chef Stephen Fitzpatrick und Hyundai-Motor-Group-Vizepräsident Woong Tae Hwang haben den Deal beide als mehr als nur einen Funktionsstart beschrieben: als gemeinsame Arbeit an dem technischen Standard, nach dem E-Autos künftig ins Energiesystem eingebunden werden, einem Standard, dem laut beiden der Rest der Branche folgen dürfte.
Der eigentliche Gewinn: Vehicle-to-Grid ab 2027
Die für 2027 im Rahmen derselben Partnerschaft geplante Vehicle-to-Grid-Technik würde es einem geparkten Hyundai oder Kia erlauben, gespeicherten Strom gegen Bezahlung ins Netz zurückzuspeisen.
Der Schritt folgt auf eine Entscheidung von Hyundai und Kia vom Juli 2026, ihre Aktivitäten rund um intelligentes und bidirektionales Laden unter einer neuen Marke zu bündeln, und baut auf einem Kaluza-Pilotprojekt zu Vehicle-to-Grid mit der Mitsubishi Corporation in Japan auf. Intelligentes Laden ist der reibungsarme erste Schritt, Vehicle-to-Grid der Schritt, der aus einem geparkten Auto einen einkommenswirksamen Netzbaustein macht.
Was das für britische Besitzer und Flotten bedeutet
Für einen britischen Haushalt, der über den Kauf eines E-Autos nachdenkt, ist der Rollout des intelligenten Ladens ein greifbares, kurzfristig prüfbares Merkmal: günstigeres, automatisch geplantes Laden in einer App, die ohnehin schon auf dem Handy liegt, verbunden mit einer terminierten Zahlung in der Zukunft.
Für ein Unternehmen, das eine E-Flotte betreibt oder plant, verschiebt sich die praktische Frage vom richtigen Auto zum richtigen Software-Ökosystem, das Vehicle-to-Grid-Erträge tatsächlich pünktlich liefert. Der App-Rollout im August 2026 ist das sichtbare Signal, das Flottenbetreiber schon jetzt beobachten können, lange bevor 2027 überhaupt eine Vehicle-to-Grid-Zahlung fließt.
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