Zwei Märkte verloren im selben Quartal ein Fünftel

Der vorläufige Q3-Tracker 2026 von IDC, veröffentlicht am 8. Oktober, beziffert den weltweiten PC-Absatz auf 62,7 Millionen Stück, 20,1 Prozent weniger als die 78,5 Millionen ein Jahr zuvor.

Es war der zweite Rückgang in Folge und ein tieferer als die 3,8 Prozent im zweiten Quartal, zudem lag der Absatz 9,1 Prozent unter dem zweiten Quartal, was das übliche Muster durchbricht, in dem das dritte Quartal das zweite übertrifft. IDC führt das auf Vorzieheffekte früher im Jahr zurück, als Hersteller und Handel sich vor speicherbedingten Preiserhöhungen eindeckten, sowie auf Lieferengpässe und hohe Preise im Zusammenhang mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren.

Hersteller3. Quartal 2026 (Mio. Stück)3. Quartal 2025 (Mio. Stück)Veränderung
Lenovo14,919,3-22,6 Prozent
HP Inc10,315,0-30,9 Prozent
Dell Technologies7,610,1-25,0 Prozent
Apple5,96,7-11,3 Prozent
ASUS5,56,0-8,6 Prozent
Sonstige18,421,4-14,0 Prozent
Gesamt62,778,5-20,1 Prozent

Lenovo, HP und Dell fielen schneller als der Markt und verloren zusammen 4,2 Punkte Marktanteil, was IDC überwiegend auf den früheren Vorzieheffekt zurückführt. Die gerundeten Herstellerzeilen ergeben zusammen 62,6 Millionen statt der 62,7 Millionen Gesamtsumme.

Smartphones: Das Premiumsegment hielt, die Budgetmarken brachen ein

Die vorläufigen Zahlen von Counterpoint Research vom 12. Oktober zeigen im dritten Quartal 2026 einen weltweiten Smartphone-Absatz, der 20 Prozent unter dem Vorjahr liegt und das schwächste dritte Quartal seit 2012 markiert, nach einem Rückgang von 11 Prozent im zweiten Quartal, den heise nennt.

Counterpoint zufolge haben steigende DRAM- und NAND-Preise die Stücklistenkosten aufgebläht und die Engpässe vertieft, die Hersteller gaben die Kosten weiter, und die Verbraucherpreise für Smartphones stiegen 2026 bislang weltweit um 20 Prozent. Die regionale Aufschlüsselung der Counterpoint-Daten bei heise nennt 7 Prozent für Europa, 5 Prozent für die USA und 21 Prozent für Indien, bei einem globalen Wert von 15 Prozent, der von den 20 Prozent in Counterpoints eigener Mitteilung abweicht.

MarkeMarktanteil im 3. Quartal 2026Absatz gegenüber dem Vorjahr
Samsung23 Prozentminus 3 Prozent
Apple22 ProzentRückgang, nicht beziffert
Xiaomi10 Prozentminus mehr als 30 Prozent
OPPO (mit OnePlus und realme)9 Prozentminus mehr als 20 Prozent
vivo8 Prozentminus mehr als 20 Prozent

Die Trennlinie folgt dem Preis. Samsungs Anteil stieg auf 23 Prozent, der größte Zuwachs unter den großen Herstellern, gestützt von einem starken Start des Galaxy Z Fold8 und stabilerer Komponentenversorgung. Apple überschritt im dritten Quartal erstmals die 20-Prozent-Marke und erreichte 22 Prozent, obwohl sein Absatz sank, weil es kein Basis-iPhone 18 gab.

Xiaomi, OPPO und vivo fielen laut heise zusammen von 35 Prozent Marktanteil auf 27 Prozent, da Xiaomi sein Low-End-Geschäft zurückfuhr und OPPO und vivo die Preise im Einstiegs- und Mittelklassesegment anhoben. Counterpoint ergänzt, dass Verbraucher ihre Geräte länger behalten und generalüberholte Geräte erwägen, während die Premiumnachfrage vergleichsweise stabil bleibt.

Warum der Preis nicht zurückspringt

Beide Analysehäuser führen den Einbruch auf Speicherkosten zurück, und keines erwartet bald eine Rückkehr der Preise. IDC verbindet die hohen Preise mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren, und heises Lesart der Counterpoint-Daten bringt die Speicherknappheit mit den Ausgaben für KI-Infrastruktur in Verbindung.

IDC-Analyst Jitesh Ubrani erwartet Aktionen und kurzfristige Entlastung, wenn der Handel Lagerbestände abbaut, aber keine Preise auch nur annähernd wie vor einem Jahr, und warnt, die Aussichten könnten sich erst verschlechtern, bevor sie besser werden. Counterpoint rechnet damit, dass Produktionskürzungen, schlankere Portfolios und der Fokus auf Premiumgeräte anhalten, und hält eine spürbare Erholung der Stückzahlen für unwahrscheinlich, bis sich Komponentenkosten und Versorgung bessern.

Für Käufer heißt das praktisch: Eine Aktion im nächsten Quartal ist ein Rabatt auf einen hohen Preis, keine Rückkehr zum Vorjahresniveau.

Was Sie mit einem Erneuerungsplan tun sollten

Teilen Sie den Gerätebestand vor der Angebotsanfrage nach Bedarf auf: die Rollen, die dieses Jahr neue Hardware brauchen, und den Rest.

Für die erste Gruppe bestellen Sie jetzt, statt auf einen Preisrückgang zu warten, denn weder IDC noch Counterpoint prognostizieren einen, und IDC warnt, die nächsten Quartale könnten schlechter werden. Lassen Sie Lieferanten Speicher und Datenspeicher getrennt ausweisen, nennen Sie die Gültigkeitsdauer jedes Preises und bestätigen Sie Liefertermine schriftlich.

Für den Rest verlängern Sie den Lebenszyklus um sechs bis zwölf Monate, soweit Sicherheitsupdates es zulassen, und prüfen Sie generalüberholte Smartphones, die laut Counterpoint immer mehr Verbraucher in Betracht ziehen. Europa sah einen geringeren durchschnittlichen Smartphone-Preisanstieg als Indien, 7 Prozent gegen 21 Prozent laut heise, aber dennoch einen Anstieg.

Beide Prognosen sind vorläufig, prüfen Sie den Plan daher neu, wenn die Zahlen für das vierte Quartal vorliegen.