Was am 3. September startet
Nvidias DLSS 5 geht am 3. September 2026 live, gemeinsam mit NBA 2K27, dem Spiel, mit dem der Konzern die Technik zuerst zeigt.
DLSS 5 löst DLSS 4.5 als Nvidias wichtigstes Rendering-Feature ab und basiert auf dem, was das Unternehmen 3D-Guided Neural Rendering nennt. Statt nur ein Bild hochzuskalieren oder zusätzliche Bilder dazwischen zu erfinden, die bisherige Aufgabe von DLSS 3 und DLSS 4.5, zeichnet DLSS 5 Licht und Materialdetails direkt per neuronalem Netz neu, indem es die Daten der Spiel-Engine zu Farbe, Oberflächenstruktur und Licht ausliest, bevor das fertige Bild entsteht.
Die Funktion läuft auf GeForce-RTX-50-GPUs, auf RTX-50-Laptops und über GeForce NOWs RTX-5080-Cloud-Stufe für Ultimate-Abonnenten. Ältere Hardware bleibt außen vor.
Die FPS-Zahl, mit der Nvidia nicht wirbt
Cyberpunk 2077 zeigt den Kompromiss besonders deutlich. In 4K mit DLSS im Qualitätsmodus liefert dieselbe Szene auf einer RTX 5090 63 FPS mit DLSS 4.5 und fällt auf 42 FPS, sobald der volle Funktionsumfang von DLSS 5 aktiviert ist, ein Rückgang von etwa einem Drittel.
Diese Zahl stammt von Nvidias eigener aktueller Spitzenkarte, gemessen mit den Einstellungen, die das Unternehmen selbst für DLSS 5 bewirbt. Die Tabelle darunter fasst die wichtigsten Werte zusammen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Starttermin | 3. September 2026 |
| Benötigte Hardware | RTX-50-GPUs und -Laptops oder GeForce NOW (Ultimate-Stufe) |
| Cyberpunk 2077, 4K DLSS Qualität, RTX 5090 | 63 FPS mit DLSS 4.5, 42 FPS mit vollem DLSS 5 |
| FPS-Kosten | Rund 33 Prozent |
| Launch-Titel | NBA 2K27 |
Warum RTX-40-Besitzer außen vor bleiben
Nvidia zieht die Grenze exakt bei der eigenen neuesten Generation. DLSS 5 läuft nicht auf RTX-40-, RTX-30- oder älteren GeForce-Karten, egal wie leistungsfähig diese Hardware sonst noch ist.
Der einzige Weg um die Grenze herum ist GeForce NOW: Ultimate-Abonnenten erhalten DLSS 5 über Nvidias eigene RTX-5080-Cloud-Server, ohne die eigene Grafikkarte anzufassen. Wer eine RTX 4090 oder 4080 besitzt, deren Generation Nvidia selbst erst kurz zuvor als aktuelle Baureihe verkauft hat, bekommt dieses Feature dagegen nie.
Eine Upgrade-Steuer im Gewand eines Bildqualitäts-Updates
Nvidias eigene Zahlen, nebeneinandergelegt, verändern das Bild des Angebots. Der Konzern verlangt von seiner eigenen aktuellen Spitzenkarte rund ein Drittel ihrer Bildrate, um DLSS 5s Kernfunktion laufen zu lassen, und verweigert dieselbe Funktion jeder Karte außer der gerade verkauften.
Eine typische GPU-Launch-Meldung übernimmt die Marketingsprache: schärfere Details, klügere Beleuchtung, Bildqualität der nächsten Generation. Nvidias eigene Leistungswerte erzählen eine genauere Geschichte: Das Unternehmen veröffentlicht in seinen eigenen Materialien genau die FPS-Zahl, die das Argument für ein sofortiges Einschalten der Funktion schwächt. Ein realer, eingeräumter Leistungsverlust zusammen mit einer Hardware-Sperre, die wenig damit zu tun hat, was ältere Chips technisch leisten könnten, ergibt eher einen Upgrade-Zyklus im Gewand eines Bildqualitäts-Updates.
Das verschiebt, worüber ein Käufer tatsächlich entscheidet. Vor dem Kauf einer RTX-50-Karte allein wegen DLSS 5 lohnt sich die Zahl, die Nvidia selbst veröffentlicht hat: ein Drittel der Bildrate der eigenen aktuellen Spitzenkarte, für ein Feature, das keine ältere Karte je hätte nutzen dürfen.
Wo DLSS 5 als Nächstes auftaucht, und was eine Karte kostet
NBA 2K27 ist bislang das einzige bestätigte Spiel mit DLSS 5 zum Start, weitere Titel sollen laut Nvidia in den kommenden Monaten folgen. Eine separate Welle von Spielen, darunter STAR WARS Zero Company, Onimusha: Way of the Sword und The Blood of Dawnwalker, erhält in derselben Woche das ältere DLSS 4.5, ein Hinweis darauf, dass DLSS-5-Unterstützung und allgemeine DLSS-Unterstützung nicht dieselbe Ankündigung sind.
Nvidia baut zudem RTX Spark aus, seine Arm-basierte Windows-PC-Plattform: EA, Ubisoft und Embark Studios bestätigten Unterstützung für Titel wie Apex Legends, Anno 117: Pax Romana und ARC Raiders. Das ist ein Plattform-Vorstoß und keine DLSS-5-Liste, fällt aber in dieselbe Woche und zeigt in dieselbe Richtung: Nvidia bindet Entwickler und Käufer an mehreren Fronten gleichzeitig an seine neueste Hardware.
Für Käufer in Deutschland oder der EU lag der Preis der RTX 5090 meist über der ungefähren Start-UVP von 2.000 Euro, mit Straßenpreisen, die in mehreren Märkten bei knapper Verfügbarkeit über 3.000 Euro stiegen. Wer diese Karte kauft, oder ein Unternehmen, das mehrere Kreativ- oder Simulations-Workstations aufrüstet, zahlt einen echten Aufpreis für eine Karte, deren neues Kernfeature ein Drittel ihrer eigenen Bildrate kostet.
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