Valve setzte den Preis für die Steam Frame zweimal fest, und beide Male stieg die Zahl
Valve öffnete am 14. September 2026 die Reservierungen für die Steam Frame zu 1.059 Dollar und 1.049 Euro für das Basis-Kit mit 256GB, mit der 1TB-Version bei 1.299 Dollar und 1.279 Euro. Beide Zahlen liegen über dem ursprünglichen Ziel der Brille: Valve hatte UploadVR gesagt, man wolle die Steam Frame für unter 1.000 Dollar verkaufen.
Jeremy Selan, der Valve-Softwareingenieur, der an der Brille arbeitete, sagte es PC Gamer unverblümt: "Ich wünschte, wir hätten sie zu dem Preis ausliefern können, den wir letztes Jahr hatten." Das Unternehmen hat sein eigenes Preisziel nun zweimal in einem Jahr verfehlt, zuerst mit der Steam-Machine-Konsole im Juni, dann mit der Steam-Frame-Brille im September.
Der Grund hat nichts mit Valve zu tun
Valve-Ingenieurin Joy Lyons sagte PC Gamer, das Preisziel habe sich "wegen der andauernden weltweiten RAM-Krise verschoben," und diese Krise ist gar keine Gaming-Geschichte. LPDDR5X-Speicher, der Typ im Snapdragon-8-Gen-3-Chip der Steam Frame, hat sich seit Ende 2024 mehr als verdoppelt, weil KI-Unternehmen Rechenzentren aufbauten und die weltweite Lieferkette für Hochleistungsspeicherchips aufkauften.
Jedes Gerät, das schnellen Speicher braucht, konkurriert jetzt mit Hyperscalern, die ihn rechenzentrumsweise einkaufen. Valve, ein Unternehmen, das Brillen im Hunderttausenderbereich verkauft, hat keine der Einkaufshebel, die Microsoft oder Google gegenüber einem Speicherlieferanten mitbringen.
Die Zahlen im Vergleich
| Produkt | 256GB / Basis | 1TB / Top |
|---|---|---|
| Steam Frame (USD) | 1.059 | 1.299 |
| Steam Frame (EUR) | 1.049 | 1.279 |
| Steam Frame (GBP) | 889 | 1.089 |
| Steam Machine (Start 2026) | 1.049 (512GB) | 1.349 (2TB) |
| Meta Quest 3 (Vergleich) | 599,99 | nicht verfügbar |
Die Steam Frame ist keine eigenständige Brille wie die Quest 3, sie streamt von einem PC, was einen Teil der Lücke erklärt. Aber der Aufschlag gegenüber Valves eigenem Index-Kit für 999 Dollar aus dem Jahr 2019 ist die Zahl, die hier zählt: sieben Jahre Hardware-Fortschritt, und Valve konnte den alten Preis trotzdem nicht halten.
Warum es wichtig ist
Warum es wichtig ist: Gaming-Hardware ist die erste Konsumentenkategorie, die im Preisschild zeigt, was der Ausbau der KI-Rechenzentren mit den Bauteilen macht, die sich jeder Elektronikhersteller teilt. Ein Käufer einer VR-Brille in München oder Lyon denkt nicht an KI-Trainingsläufe, aber die Lücke von 300 Dollar zwischen Valves Plan und Valves Preisschild ist genau dieser Ausbau, direkt an die eigene Tür geliefert.
Dieselben LPDDR5X- und DRAM-Linien versorgen Laptops, Handys, Spielkonsolen und PCs. Valve ist schlicht das erste Unternehmen, das ehrlich genug ist, oder exponiert genug, um den Engpass laut auszusprechen.
Ja, aber
Ja, aber: Valve ist hier nicht so sehr Opfer, wie es ein kleinerer Hardware-Hersteller wäre. Das Unternehmen betreibt einen der größten PC-Läden der Welt und kann ein schlechtes Hardware-Jahr besser verkraften als die meisten. Das Preisproblem der Steam Frame ist real, aber es ist auch das bisher klarste Zeichen dafür, wie dünn die Marge für jedes Unternehmen ohne die Einkaufsmacht eines Hyperscalers ist.
Fazit
Fazit: Wer in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten PC-, Gaming- oder Kreativ-Hardware budgetiert, sollte über die normale Preisinflation hinaus einen speicherbedingten Aufschlag einplanen, nicht wegen eines Chipmangels im alten Pandemie-Sinn, sondern weil KI-Rechenzentren jetzt ein dauerhafter Konkurrenzkäufer für dieselbe Lieferkette sind. Planen Sie den Aufschlag jetzt schon in das Budget des nächsten Jahres ein, bevor die Rechnung es für Sie erledigt.
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